Wie äußert sich die Neurodermitis?

Neurodermitis erkennen

Neurodermitis - immer anders, immer individuell

NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. zeigt sich in vielen verschiedenen Ausprägungen. Neben milden Verläufen mit lokal begrenzten Ekzemen können auch sehr schwere Verläufe auftreten, die mit starken Entzündungen der Haut einhergehen und von einem besonders ausgeprägten Juckreiz begleitet werden. Ebenso können die wiederkehrenden Schübe – auch bei ein und derselben Patientin bzw. ein und demselben Patienten – in ihrer Dauer und Ausprägung stark variieren.

Neurodermitisarten

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten der NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.: die bei den meisten vorliegende extrinsiche sowie die weniger verbreiteteintrinsische Form. Der wesentliche Unterschied besteht in der Angriffsposition des Immunsystems:1

  • Patienten mit extrinsischer Neurodermitis weisen stets deutlich erhöhte Spiegel der Antikörper vom Typ Immunglobulin E (IgE) im Blutserum auf. Schübe werden hierbei durch Allergene wie Hausstaubmilben, Blütenpollen oder bestimmte Nahrungsmittel ausgelöst. 
  • Bei der intrinsischen Neurodermitis sind die IgE-Spiegel im Normbereich, sodass Allergien nicht ausschlaggebend sind. Deren Entstehen kann allerdings durch die gestörte Hautbarriere begünstigt werden. Umso wichtiger ist präventiv eine gute Hautpflege. Denn so kann verhindert werden, dass aus der intrinsischen eine extrinsische Neurodermitis wird.

  

Je nach Typ können zudem unterschiedliche Hautareale betroffen sein:2 Befinden sich die Ekzeme hauptsächlich an Gelenkbeugen, Hand- und Fußgelenken sowie Augenlidern, spricht man vom generalisierten Typ. Charakteristisch für den Kopf-und-Hals-Typ ist, dass sich die Hautveränderungen vorwiegend auf den oberen Rumpf, die Schultern und die Kopfhaut konzentrieren. Zu den sogenannten Sonderformen der NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. gehören zudem beispielsweise die „pruriginöse“ NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert., die sich durch zahlreiche stark juckende Knötchen auf der Haut äußert, sowie die „nummuläre“ NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert., die mit münzförmigen rötlichen Entzündungsherden einhergeht.3 Darüber hinaus gibt es einige andere Hautkrankheiten, die ein ähnliches Krankheitsbild verursachen wie die NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.. Hierzu gehören unter anderem beispielsweise das seborrhoische Ekzem sowie das Kontaktekzem. Beide können rötliche und schuppende Ekzeme hervorrufen, unterscheiden sich jedoch auf den zweiten Blick: So weist das Kontaktekzem ein anderes Verteilungsmuster auf als die NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. und dem seborrhoischen Ekzem liegt keine trockene, sondern eine überfettete Haut zugrunde.4

Typische Symptome von Neurodermitis

NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. wird insbesondere durch zwei Faktoren bestimmt: eine sehr trockene Haut sowie einen quälenden Juckreiz. Kennzeichnend ist der sogenannte Juckreiz-Kratz-Kreislauf: Wer dem durch die NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. verursachten Juckreiz nachgibt und seine Haut aufkratzt, schädigt die ohnehin schon gestörte Hautbarriere umso mehr: Bakterien und Keime dringen ein, die Haut entzündet sich. Das wiederum geht auch mit Jucken einher und befeuert den charakteristischen Teufelskreis zusätzlich. Die typischen Hautveränderungen entstehen. Hierzu gehören:5

  • Hautrötungen (Erytheme)
  • Schuppungen
  • Bläschen
  • Entzündete, nässende und teilweise blutende Hautstellen (Ekzeme)
  • Verkrustungen
  • Juckende Knötchen (Prurigoknoten) 
  • Hautverdickungen (Lichenifikationen) 
  • Feine Hauteinrisse (Rhagaden) 
  • Trockene Haut (Xerose) 
  • Schmerzende Haut

Man unterscheidet dabei zwischen Symptomen im akuten oder im chronischen Entzündungsstadium. Während die akut entzündete Haut häufig angeschwollen und tiefrot verfärbt ist, nässt oder Bläschen bildet, gehören zu den vorherrschenden Symptomen im chronischen Entzündungsstadium vor allem ein quälender Juckreiz, trockene Schuppen sowie die Rötung und Schwellung der Haut.2

Charakteristika der Neurodermitis

Charakteristisch für NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. ist, dass sich die Ekzeme abhängig vom Lebensalter auf verschiedene Hautregionen konzentrieren:1,6

Säuglinge 

  • häufig im Gesicht, vor allem an den Wangen und am behaarten Kopf (Milchschorf)
  • feine, gelblich weiße Schuppungen und Bläschen, die aufplatzen können, sowie nässende, verkrustete Ekzeme
  • Knie im Krabbelalter
  • Ausbreitung auf den gesamten Körper ist möglich (generalisierte Form) 

Kleinkinder

  • bevorzugt an Kniekehlen, Ellenbogen und Handgelenken (sogenanntes Beugenekzem)
  • Nacken, Gesicht, Augenlider
  • Oberschenkel, Gesäß
  • Fußrücken und Hände (bei Daumenlutschern gerne auch Hautveränderungen am jeweiligen Daumen)
  • Lippen 

Jugendliche und junge Erwachsene

  • Stirn, Mund, Augenlider
  • neben Beugenekzemen häufig Ekzeme im Bereich von Hals und Nacken
  • Leisten
  • Handrücken

ältere Erwachsene 

  • an Händen und Füßen
  • juckende Krusten auf der behaarten Kopfhaut
  • gerötete, rissige und entzündete Ohrläppchen-Ränder
  • auch juckende Knötchen (pruriginöse Form) sind möglich
  • entzündete, juckende Haut an den Lippen
  • Brennen und/oder Missempfindungen im Bereich der Mund- und Rachenschleimhäute
  • Verdauungsstörungen mit Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen

   

Neurodermitis-Vorboten ernstnehmen!

Manchmal besteht eine Neigung zur NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert., ohne dass typische Hautveränderungen auftreten. Man spricht dann von den sogenannten Minimalformen. Hierzu zählen unter anderem eine vermehrte Zeichnung der Innenhandfläche, eingerissene Mundwinkel oder Ohrläppchen sowie trockene bzw. aufgeplatzte Fingerkuppen und Zehenspitzen, vor allem im Winter. Diese vergleichsweise kleinen Hautreaktionen gelten als Vorboten einer sich entwickelnden NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. und sollten immer ernstgenommen werden.2

Wer an trockener Haut und Juckreiz sowie wiederkehrenden Hautveränderungen leidet, dem kann ein Selbsttest Orientierung geben. Feststellen, ob es sich wirklich um NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. handelt, kann aber nur eine spezialisierte Hautärztin bzw. ein spezialisierter Hautarzt.

Neurodermitis-Selbsttest

Treten bei Ihnen mindestens drei der folgenden Symptome immer wieder über einen längeren Zeitraum auf?7 Dann sollten Sie sich an eine auf NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. spezialisierte Hautärztin bzw. einen spezialisierten Hautarzt wenden.

  • Ekzem an Gesicht und Streckseiten von Armen und Beinen (bei Kindern)
  • Ekzem an Gelenkbeugen wie Ellenbogen, Kniekehlen und Handgelenken (bei Erwachsenen)
  • Starker Juckreiz
  • Schubweise wiederkehrender Verlauf
  • Zusätzlich Heuschnupfen oder Asthma
  • Fälle von Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen bei Verwandten 1. Grades

   

Neurodermitis beeinflusst sämtliche Lebensbereiche

Die Einstufung als Hauterkrankung wird dem Ausmaß der NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. genau genommen nicht gerecht. Denn die offensichtlichen Symptome wie trockene Haut, Rötungen und Ekzeme sind nur die Spitze des Eisberges. Besonders zu schaffen macht den Betroffenen der quälende Juckreiz, der auch nachts keine Pause macht. Bei mehr als der Hälfte der mittelschwer bis schwer betroffenen Erwachsenen ist er stark bis unerträglich ausgeprägt und hält mindestens zwölf Stunden pro Tag an8 – mit weitreichenden Folgen: Die Patienten schlafen schlecht, fühlen sich chronisch müde und haben Konzentrationsschwierigkeiten. Das wiederum wirkt sich negativ auf Schule, Alltag und Beruf aus. Nicht umsonst steht der Wunsch, keinen Juckreiz mehr zu verspüren, bei Patienten an erster Stelle.4

Letztlich wirkt sich NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. auf sämtliche Lebensbereiche aus.7 Damit einher geht ein hoher Leidensdruck: Wer an NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. leidet, hat eine deutlich eingeschränktere Lebensqualität als Betroffene anderer Hauterkrankungen oder der meisten anderen chronischen Erkrankungen.4 Viele Betroffene ziehen sich aus Angst vor Stigmatisierung zudem mehr und mehr zurück und meiden soziale Kontakte. Insbesondere für Kinder und Jugendliche, deren Persönlichkeit sich noch entwickelt, kann dies negative Folgen haben. Sie leiden oftmals ganz besonders darunter, aufgrund der sichtbaren Ekzeme gehänselt und ausgeschlossen zu werden.9 Dass Angst, Depression und das Gefühl von Hilflosigkeit unter NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.-Patient*innen deutlich häufiger anzutreffen sind als unter „Hautgesunden“, ist daher kaum verwunderlich.4 Umso wichtiger ist ein multimodaler Therapieansatz, der auch die psychische Krankheitslast berücksichtigt.

Begleiterkrankungen der Neurodermitis

NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. zählt zu den Erkrankungen des sogenannten atopischen Formenkreises. Das sind solche Erkrankungen, bei denen eine Neigung zu Überempfindlichkeit und allergischen Reaktionen zugrunde liegt. Dem atopischen Marsch folgend entwickeln viele Patient*innen mit NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. im Laufe ihres Lebens auch Heuschnupfen und/oder allergisches Asthma. Darüber hinaus leiden sie deutlich häufiger an Kontaktallergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie beispielsweise Laktoseintoleranz.10 Bakterien, Viren, Pilze oder Keime haben zudem aufgrund der gestörten Hautbarriere ein leichteres Spiel und verursachen oftmals schmerzhafte Infektionen. Deutlich sichtbar wird dies im Falle einer Besiedelung mit dem Hautkeim Staphylococcus aureus durch gelbliche Verkrustungen und Entzündungen. Im schlimmsten Fall kann sich sogar eine lebensbedrohliche Superinfektion entwickeln wie das Eczema herpeticatum, hervorgerufen durch Herpes-simplex-Viren.4 Nicht ohne Grund wird die Haut als Spiegel des Darms bezeichnet. Entsprechend kann es im Zusammenhang mit NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. auch häufiger zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa kommen.7

Kurz und knapp: Wie äußert sich Neurodermitis?

  • Neurodermitis äußert sich bei jedem individuell – sowohl hinsichtlich der betroffenen Hautareale als auch in Bezug auf Symptome, Dauer und Intensität der wiederkehrenden Schübe.
  • Charakteristisch sind trockene Haut, teils stark ausgeprägter Juckreiz, Hautrötungen und entzündete, schmerzende Hautstellen.
  • Sogenannte Minimalformen wie vermehrte Zeichnung der Innenhandfläche oder trockene bzw. aufgeplatzte Fingerkuppen und Zehenspitzen können auf eine „schlummernde“ Neurodermitis hinweisen und sollten daher unbedingt ernstgenommen und von der Hautärztin bzw. vom Hautarzt abgeklärt werden.
  • Neurodermitis ist mehr als eine Hauterkrankung. Sie betrifft sämtliche Lebensbereiche – von alltäglichen Dingen wie Einkaufen und Duschen über soziale Kontakte, die Auswahl von Kleidung bis hin zu Partnerschaft und Beziehung.
  • Die bei Neurodermitis zugrundeliegende Neigung zur Überempfindlichkeit (Atopie) ebnet weiteren atopischen Erkrankungen den Weg. Darüber hinaus erhöht die geschädigte Hautbarriere das Risiko für Infektionen durch Bakterien, Viren und Pilze.

   

In deiner Haut steckt niemand geringeres als du selbst und zwar dein ganzes Leben lang. Umso wichtiger ist es, dass du dich darin so wohl wie möglich fühlst – trotz Neurodermitis. Heute gibt es gute Möglichkeiten, dies zu erreichen. Warum sich also mit weniger zufriedengeben? Sprich mit deiner Hautärztin bzw. deinem Hautarzt!

Quellen

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