Tipps für Nahestehende

Neurodermitis: Angehörige leiden mit

NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.-Patient*innen fühlen sich mitunter hilflos, ziehen sich zurück, meiden Körperkontakt  oder versuchen ihre seelische Belastung ganz zu verbergen und das wirkliche Ausmaß ihrer Erkrankung zu verschweigen. Besonders Eltern von erkrankten Kindern fällt es schwer, die Tochter oder den Sohn leiden zu sehen, und auch die mit der Erkrankung verbundene Hautpflege, die medikamentöse Behandlung und die diversen Arztbesuche belasten das Familienleben enorm.

„Es ist wichtig zu verstehen, dass Neurodermitis sich nicht nur auf das Hautbild auswirkt, sondern auch negativ den psychischen Zustand von Betroffenen beeinflussen kann.“

 Dr. Uwe Schwichtenberg, Dermatologe und „Bitte berühren“-Experte

Was Angehörige und Freunde tun können

Wenn sich betroffene Partner, Angehörige oder Freunde zurückziehen, hilft oft nur die direkte Ansprache. Psychodermatologe Prof. Uwe Gieler untersucht die Auswirkungen von Hautkrankheiten auf die psychische Verfassung von Betroffenen:

„Ein offenes Gespräch ist zunächst das Allerwichtigste. Angehörige sollten betroffene Familienmitglieder ansprechen und ihre Hilfe anbieten, wenn sie merken, dass sie leiden oder sich zurückziehen. Sie sollten jedoch nicht enttäuscht sein, wenn die Betroffenen ihre Hilfe nicht gleich annehmen.“

Weitere Tipps für Angehörige

Informier Dich über die Neurodermitis

Nicht-Betroffene werden nie die Herausforderungen wie beispielsweise den quälenden Juckreiz oder die Gefühle eines Neurodermitikers nachempfinden können. Umso wichtiger ist es, sich über die Erkrankung gut zu informieren. Hier gibt es viele Möglichkeiten: Eine ist, die Betroffenen bei dem nächsten Arzttermin zu begleiten, zuverlässige Informationen im Internet zu recherchieren oder sich mit anderen Angehörigen in einer Selbsthilfegruppe auszutauschen. Gerade Selbsthilfegruppen binden die Angehörigen in ihre Beratung mit ein, bieten weiterführende Informationen oder sogar spezielle Angebote für Angehörige. 

„Für Betroffene wie für Angehörige und Freunde gilt: Sprich deine Gefühle offen und ehrlich an. Nur wenn dein Gegenüber über deine Gefühle im Bilde ist, können Unbehagen oder Ängste genommen werden.“

Dr. Uwe Schwichtenberg

Geh auf Betroffene zu

NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. wirkt sich nicht nur auf das Hautbild, sondern auch auf die Psyche von Betroffenen aus. Ziehen sich NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.-Erkrankte zurück oder vermeiden Berührungen, können Angehörige oder Nahestehende versuchen die Situation „aufzubrechen“. Wenn sich Betroffene zurückziehen, kann das ein Zeichen für Unsicherheit, Scham, Angst oder Verzweiflung sein. Sie möchten dann ihre Erkrankung oder Sorgen nicht mal ihren engen Angehörigen „zumuten“ oder trauen sich ganz einfach nicht offen darüber zu sprechen. Die Empfehlung von Experten: Geh auf erkrankte Angehörige ein und zeig ihnen, dass dir die Hauterkrankung nichts ausmacht.

Ermutige bei seelischen Problemen zu professioneller Hilfe

Wenn Betroffene offensichtlich unter seelischen Problemen leiden, ist es ratsam, dies behutsam anzusprechen – und die Betroffenen zu ermutigen, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen. Hier treffen Menschen mit gleichen Nöten, Problemen und Fragen aufeinander. Oft hilft es schon zu sehen, dass andere vor den gleichen Herausforderungen stehen. Manche seelischen Leiden sitzen allerdings tiefer – es kann sein, dass dann selbst Gespräche mit Angehörigen, Nahestehenden oder anderen Betroffenen nicht mehr weiterhelfen. In diesen Fällen sollten sie ihre Liebsten ermutigen, eine psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. Denn Betroffene können selbst oft nicht erkennen, wenn sie seelisch erkrankt sind.

Achte auch auf dich

NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. kann auch für die Angehörigen der Betroffenen zu einer seelischen Belastung werden. Auch diese sollten daher nicht zögern mit vertrauten Menschen zu sprechen, wenn ihnen die Situation über den Kopf wächst. Ein Gespräch mit einer/einem guten Freundin/Freund oder einer/einem Verwandten kann Abhilfe schaffen, neue Perspektiven aufzeigen oder für den notwendigen Rückhalt sorgen.

Auch die oder den Betroffenen bei der Therapie unterstützen

Dank moderner Therapien ist für einige Betroffene sogar eine erscheinungsfreie Haut möglich. Damit kehrt häufig ein Großteil der Lebensqualität zurück, denn neben den Symptomen verschwinden auch nicht selten die sozialen und seelischen Leiden. Umso wichtiger ist die Disziplin bei der Einnahme von Therapien. Auch hier können Angehörige und Nahestehende ermutigen und unterstützen. Ein gemeinsamer Besuch bei der behandelnden Hautärztin oder dem behandelnden Hautarzt kann helfen, um sich über mögliche Therapien oder den aktuellen Therapieplan zu informieren.

Eigene negative Gefühle einordnen

Nicht jeder geht mit der NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. von Angehörigen und Freunden in gleicher Weise um. Es kann vorkommen, dass Nahestehende Ekel empfinden. Das ist kein Grund für ein schlechtes Gewissen, denn dieses Gefühl ist angeboren und kann nicht einfach abgeschaltet werden.

Das könnte dich auch interessieren