Von der Reinigung bis zur festen Routine

Basispflege bei Neurodermitis

Basispflege: Was bedeutet das eigentlich?

Die Basispflege bei NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. stellt neben der Vermeidung von Triggerfaktoren, die einen akuten SchubWiederholendes Auftreten von Krankheitssymptomen bzw. die zeitweise Verschlechterung der Krankheit. Kann in unregelmäßigen Zeitabständen auftreten. auslösen können, sowie der medikamentösen Therapie einen besonders wichtigen Baustein eines erfolgreichen Behandlungskonzeptes dar. Sie bildet, wie der Name schon sagt, die Basis. Richtig und gewissenhaft eingesetzt, können so akute Schübe abgemildert, verkürzt oder in manchen Fällen sogar vermieden werden.2 Deshalb ist es so wichtig, die Haut auch in schubfreien Phasen konsequent zu pflegen. Dazu gehören die Hautreinigung und die Hautpflege.

Was ist bei der Hautreinigung zu beachten?

Um die bei NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. ohnehin schon geschädigte Hautbarriere nicht noch mehr zu beeinträchtigen, gilt bei der Hautreinigung: weniger ist mehr. Besonders geeignet sind seifenfreie Hautreinigungsmittel oder alkalifreie Seifen, die die Haut weniger austrocknen. Ideal ist ein pH-Wert von 5,5. Hypoallergene Duschgele kommen ohne Duft-, Konservierungs- und Reizstoffe aus und sind deshalb die bessere Wahl. Ausgedehnte und besonders heiße Wannen- oder Duschbäder bei über 35 Grad Celsius Wassertemperatur entziehen der ohnehin schon trockenen Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Wer nicht komplett auf ein entspannendes Voll- oder Teilbad verzichten möchte, kann zu speziellen Ölbädern greifen, die teilweise sogar juckreizlindernde Zusätze enthalten.2 Nach dem Waschen, Duschen oder Baden ist es ratsam, die Haut vorsichtig abzutupfen, statt sie kräftig trocken zu rubbeln. Besonders wichtig: Eincremen nicht vergessen! Jeglicher Kontakt mit Wasser entzieht der Haut Feuchtigkeit. Pflegeprodukte können besonders gut in die noch feuchte Haut einziehen.3

Die Wahl der richtigen Pflegeprodukte

Das Ziel einer guten Basispflege besteht darin, einen Fettungszustand zu erreichen, der dem einer gesunden Haut so nah wie möglich kommt. Im Gegensatz zu NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.-Patient*innen verfügen „Hautgesunde“ über eine natürliche Fettung, die verhindert, dass ihre Haut austrocknet. Je mehr Feuchtigkeit die Haut besitzt, umso elastischer ist sie. Darüber hinaus juckt sie nicht und bietet Erregern weniger Möglichkeiten einzudringen.2 Welche Pflegeprodukte sind empfehlenswert? Ein Patentrezept gibt es nicht. Stattdessen ist die Wahl der richtigen Pflegeprodukte stets individuell zu treffen, denn jede NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.-Haut ist anders. Als Faustregel gilt: je akuter und ausgeprägter die EntzündungAbwehrreaktion des Immunsystems auf einen ungewollten Reiz, z. B. gegen Eindringlinge im Körper wie Viren oder Bakterien., umso wässriger sollte das verwendete Pflegeprodukt sein, je chronischer und trockener der Hautzustand, umso fetthaltiger sollte es sein.4 Sprich dazu auch direkt deine Hautärztin bzw. deinen Hautarzt an. Sie bzw. er kann dir Pflegeprodukte empfehlen, die zu dir und deiner Haut am besten passen.

Creme ist nicht gleich Creme. Je nach Hautzustand stehen unterschiedliche Rezepturen zur Verfügung:5

  • Lösungen (wässrige oder alkoholische Flüssigkeiten)
  • Zinkschüttelmixturen bzw. Lotionen (Mischungen aus Lösungen mit Feststoffen)
  • Puder (Feststoffe wie z.B. Zink)
  • Pasten (Feststoffe in fettiger Grundlage)
  • Cremes (Mischung aus Wasser und Fett mit relativ hohem Wasseranteil)
  • Salben (Mischung aus Wasser und Fett mit relativ hohem Fettanteil)
  • Fettsalben (Mischung aus Wasser und Fett mit sehr hohem Fettanteil)

Enthalten sind meistens Urea (Harnstoff) oder Glycerin, da sie die Feuchtigkeit länger in der Haut halten. Cremes enthalten den Harnstoff meist in unterschiedlichen Konzentrationen, die individuell nach Bedarf und Verträglichkeit gewählt werden können. Urea sollte allerdings nicht bei Säuglingen angewendet werden.2

Basispflege als feste Routine etablieren: Wie gelingt das?

Entscheidend bei der Basispflege ist: Nur wer langfristig am Ball bleibt und eine Pflegeroutine entwickelt, kann auch gute Ergebnisse erwarten. Sich dauerhaft mindestens zweimal täglich von Kopf bis Fuß einzucremen, erfordert allerdings Disziplin und Zeit. Beides hat man nicht immer. Wie es dennoch gelingen kann, eine gute Pflegeroutine zu entwickeln, verrät Dermatologe und „Bitte berühren“-Experte Dr. Uwe Schwichtenberg:

„Wer von Kindesbeinen an gelernt hat, dass die Basispflege zum morgendlichen Aufstehen und abendlichen Zubettgehen einfach dazugehört, dem ist sie höchstwahrscheinlich in Fleisch und Blut übergegangen. Eltern können einiges dafür tun, dass insbesondere das Eincremen nicht zu einem leidigen Thema wird – dies gilt natürlich ebenso für Jugendliche und Erwachsene. Man sollte immer genügend Zeit einplanen und Produkte verwenden, die sich gut verteilen lassen, schnell einziehen und vor allem nicht auf der Haut brennen. Das Eincremen kann zudem mit einer sanften Massage verbunden werden. All das macht die Basispflege angenehmer und sorgt dafür, dass sie positiv besetzt ist.“

Basispflege bei Neurodermitis: Tipps für deine Pflegeroutine

  • Jeglicher Kontakt mit Wasser entzieht der Haut Feuchtigkeit. Bei der Hautreinigung gilt deshalb: weniger ist mehr.
  • Duschen ist besser als baden, am besten bei maximal 35 Grad Celsius.
  • Alle Reinigungsprodukte sollten frei von Duft- und Konservierungsstoffen sein und einen pH-Wert von 5,5 haben.
  • Beim Abtrocknen besser tupfen als rubbeln.
  • Die Haut sollte mindestens zweimal täglich von Kopf bis Fuß eingecremt werden. Im Winter benötigt sie mehr Fett als im Sommer.
  • Pflegeprodukte im Kühlschrank zu lagern, sorgt für ein erfrischendes Gefühl und reduziert den Juckreiz zusätzlich.
  • Je nach Hautzustand kommen unterschiedliche Rezepturen infrage. Deine behandelnde Hautärztin bzw. dein behandelnder Hautarzt berät dich gern.
  • Meist enthalten die Pflegeprodukte Urea (Harnstoff) oder Glycerin. Urea sollte allerdings nicht bei Säuglingen angewendet werden.
  • Gestalte deine Basispflege so angenehm wie möglich. Das erhöht die Chance, dass du dauerhaft am Ball bleibst – auch in schubfreien Phasen.

   

In deiner Haut steckt niemand geringeres als du selbst und zwar dein ganzes Leben lang. Umso wichtiger ist es, dass du dich darin so wohl wie möglich fühlst – trotz Neurodermitis. Heute gibt es gute Möglichkeiten, dies zu erreichen. Warum sich also mit weniger zufriedengeben? Sprich mit deiner Hautärztin bzw. deinem Hautarzt!

Quellen

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