Warum nicht?

Liebe, Partnerschaft und Neurodermitis

Warum brauchen wir Nähe?

Das Bedürfnis nach körperlicher Nähe und Zuwendung ist ein ganz natürliches. Dabei kann Berührung ganz unterschiedliche Ausmaße annehmen. Nicht immer muss es Zärtlichkeit und Intimität sein – schon eine feste Umarmung, ein Händedruck oder ein aufmunterndes Klopfen auf die Schultern hat Auswirkungen auf das Gegenüber. Der Körper schüttet Oxytocin und Dopamin aus, beide sind bekannt als Glückshormone. Diese sind auch die Grundlage für den Aufbau von Vertrauen zu anderen Menschen und damit für soziale Bindungen. Außerdem verändert sich die Empfindlichkeit für Endorphine, was neben der Ausschüttung von Oxytocin Stress reduziert und für Entspannung sorgt. Berührungen können also direkten Einfluss auf unsere Gefühlslage haben. Das zeigt sich ganz deutlich durch eine liebevolle Umarmung bei Kummer und Trauer, die Trost spenden kann und im wahrsten Sinne Halt gibt. Berührungen haben zudem positiven Einfluss auf die Gesundheit: Inniges Kuscheln und Streicheln stärken das ImmunsystemKörpereigenes Abwehrsystem. Dient zur Beseitigung von Krankheitserregern und weiteren körperfremden Substanzen. und regulieren unser vegetatives Nervensystem. Damit haben sie unter anderem positiven Einfluss auf unseren Blutdruck und unsere Atmung.2

Wenn’s um Liebe geht: Offenheit ist das A und O

Nicht wenige Menschen, die unter NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. leiden, haben Schwierigkeiten sich zu öffnen, körperliche Nähe zuzulassen und enge Bindungen einzugehen. Kranke und auffällige Haut kann das Selbstwertgefühl enorm belasten und es Betroffenen schwer machen, anderen Menschen selbstbewusst entgegenzutreten. Sie zweifeln etwa an ihrer Attraktivität oder daran, dass andere sie interessant finden oder gar lieben könnten. Es dominieren Scham oder Angst vor Zurückweisung, die sie von „Hautgesunden“ erwarten oder schlimmstenfalls gewöhnt sind. Wird sich mein Gegenüber ekeln? Findet sie oder er meine NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. hässlich? Was, wenn sie oder er von meinem ständigen Kratzen genervt ist?

Diese Fragen kann nur eine Person beantworten – nämlich der oder die jeweils andere. Daher lohnt sich das offene Gespräch. Aus einer Studie zu Psoriasis (die der NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. in gewissen Punkten im Erscheinungsbild ähneln kann weiß man, dass über 90 Prozent der Befragten die PsoriasisSchuppenflechte. Chronisch-entzündliche Erkrankung , die zu den Systemerkrankungen zählt, da die Entzündung nicht nur die Haut, sondern den gesamten Körper betrifft. ihrer Partnerin oder ihres Partners im Liebesleben nur als gering bis gar nicht störend empfanden. Eine Hauterkrankung ist also nicht grundsätzlich ein Hindernis für eine Beziehung.3

„Liebe macht nicht blind. Der Liebende sieht nur weit mehr als da ist.“

Oliver Hassencamp, Kabarettist und Autor

In einer stabilen Beziehung sind Nähe und Distanz zwischen den Partnern ausbalanciert. Leidet einer der beiden beispielsweise unter NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert., kann diese Balance aus dem Gleichgewicht geraten. Manche Menschen mit einer Hauterkrankung haben ein größeres Distanzbedürfnis, um sich vor seelischen Verletzungen zu schützen, die sie in einer Beziehung aufgrund ihres mangelnden Selbstwerts erwarten. Zu viel emotionale Nähe kann dann in bewussten Streit oder Kränkungen münden, um die Distanz aufrechtzuerhalten.

Umso wichtiger ist das offene Gespräch, damit beide Seiten wissen, womit sie es zu tun haben. Partnerinnen und Partner von Menschen mit NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. sollten sich umfassend über die Hauterkrankung informieren. Nur so gelingt es, annähernd nachzuvollziehen, was die Liebste oder den Liebsten beschäftigt. Gleichzeitig sollten NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.-Betroffene versuchen sich zu öffnen und ihrerseits Gedanken, Ängste und Sorgen zu teilen. Oft stellt sich heraus, dass die Partnerin bzw. den Partner die NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. weitaus weniger stört als es der oder die Betroffene annimmt. Wer sich nicht oder nur schwer öffnen kann, findet Hilfe bei Psychotherapeut*innen. Hier kann auch die Hautärztin oder der Hautarzt erste*r Ansprechpartner*in sein und an geeignete Kontakte verweisen.

Letztlich gilt: Eine starke Partnerschaft basiert in erster Instanz auf geteilten Werten. Ähnliche Interessen, gemeinsame Aktivitäten, Wertschätzung und Offenheit gehören ebenfalls zum Fundament einer soliden Bindung. Ist das gegeben, hat auch die Liebe eine Chance. Zuletzt gilt auch: Betroffene sollten ihre Selbstwahrnehmung prüfen. Sich selbst so anzunehmen, wie man ist, ist die beste Voraussetzung, damit dies auch andere tun können.

Tipps für das erste Date

Eine Situation, in der das Selbstbewusstsein wohl auf eine der härtesten Proben gestellt wird, sind Dates. Sich mit jemandem zu treffen, um festzustellen, ob aus erster Sympathie mehr werden kann, ist für viele reiner Stress. Das gilt besonders für Menschen, die sich aufgrund ihrer NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. nicht immer wohl in ihrer Haut fühlen und mit ihrem Äußeren hadern. Diese Tipps können dabei helfen, das erste Date zu genießen:

  • Entspann dich! Geht ein Date schief, ist nichts verloren. Aus einem Date kann eine wunderbare Beziehung werden, oder eben nicht. Geh offen an die Sache heran und versuch Spaß zu haben.
  • Nimm dir Zeit! Bereite dich auf das Date vor. Sorge für Ruhe, nimm ein Bad, hör deine Lieblingsmusik, geh spazieren, verwöhne deine Haut mit der Pflege, die dir guttut. Hab also zuerst ein Date mit dir, bevor ihr euch trefft.
  • Wähle die richtige Kleidung! Natürlich willst du Eindruck hinterlassen. Aber vergiss nicht auf verträgliche Stoffe zu setzen. Sich wohlzufühlen ist wichtiger als das perfekte Outfit.
  • Make-up gibt vielen Frauen Sicherheit. Wichtig ist, dass dieses gut vertragen wird. Es empfiehlt sich nicht, kurz vor einem Date neue Produkte auszuprobieren. Hierbei gilt: Altbewährtes zahlt sich aus und sorgt dafür, dass unschöne Überraschungen wie etwa Hautreizungen ausbleiben.
  • Setz dich nicht unter Druck! Ehrlichkeit ist wichtig. Ob du ihr oder ihm gleich beim ersten Date von deiner Neurodermitis erzählst, ist ganz deine Entscheidung. Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst. Manchmal kann es befreiend sein, von Anfang an mit offenen Karten zu spielen. Manchmal ergibt es sich beim zweiten oder dritten Date, weil das Vertrauen wächst. Hier gibt es kein richtig oder falsch, hör auf deinen Bauch und nimm dir nicht zu viel vor.

Let’s talk about Sex: Tipps für ein erfülltes Sexualleben

Sex ist ein wichtiger Aspekt in den meisten Beziehungen. Auch hier können Menschen mit NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. gehemmt sein. Sex ist dann eine echte Herausforderung. Das kann viele Gründe haben. Für manche ist nackt zu sein eine Horrorvorstellung, denn dann lässt sich die Erkrankung keinesfalls mehr verbergen. Aber auch praktische Aspekte können eine Rolle spielen, wenn etwa vor lauter Jucken oder auch Schmerzen keine Lust aufkommt oder der Genitalbereich von Ekzemen betroffen ist. Folgende Tipps können helfen:

  • Gehe selbstbewusst mit der Erkrankung um! Als chronische, nicht heilbare Erkrankung begleitet Neurodermitis Betroffene ein Leben lang. Wer sie als Teil von sich akzeptiert, hat einen großen Schritt für sein eigenes Selbstbewusstsein getan. Nur wer sich selbst liebt und annimmt, kann auch andere lieben und annehmen. Psychotherapeutische Unterstützung ist für alle ein Weg, die allein mit der Bewältigung der Erkrankung überfordert sind.
  • Sprich über deine Gefühle! Nur wer die sexuellen Wünsche, Bedürfnisse, Hemmnisse und Ängste seiner Partnerin oder seines Partners kennt, kann auch darauf eingehen. Es kann helfen, sich der Liebsten oder dem Liebsten zu öffnen und über seine Sorgen zu sprechen. Das gilt auch ganz konkret für sexuelle Vorlieben oder (vorübergehende) Einschränkungen. Was fühlt sich gut an? Was ist unangenehm oder schmerzhaft? Offenheit verhindert unnötige Missverständnisse, zum Beispiel, dass der Partner Distanz auf sich selbst bezieht und sich nicht angenommen fühlt.
  • Schalte den Kopf ab! Wenn die eigene Gedankenmaschine auf Hochtouren läuft, fällt es oft schwer, sich auf die Partnerin oder den Partner einzulassen und sich ihr oder ihm ganz hinzugeben. Sich voll auf den anderen einzulassen, bedeutet den Sinnen Raum zu geben, statt den Gedanken. Sich voll auf Geräusche, den Geruch des Partners oder das Gefühl von Berührungen zu konzentrieren kann dabei helfen, sich auch fallen zu lassen.
  • Seid ehrlich zueinander! Hochs und Tiefs – diese Phasen kennt jeder in einer Beziehung. An einer vorübergehenden Flaute im Bett sollte keine Beziehung zerbrechen müssen. Dabei spielt Ehrlichkeit eine zentrale Rolle. Es hilft nichts, der Partnerin oder dem Partner eine nicht vorhandene Lust oder Selbstsicherheit vorzuspielen. Was hingegen helfen kann, ist gemeinsam die Ursache für eine vorübergehend ausbleibende Libido zu erforschen. Druck ist hier fehl am Platz – beide Seiten müssen Verständnis und Geduld aufbringen. Das gilt allerdings für alle Beziehungen, nicht nur für solche, in denen einer oder eine unter Neurodermitis leidet. Paartherapeuten können hier eine wertvolle Unterstützung anbieten.
  • Lass euch Zeit! Eile ist ein schlechter Ratgeber und setzt beide unter Druck. Überstürzt nichts und lasst euch zu nichts drängen. Nehmt euch die Zeit, notwendige Gespräche zu führen und bestimmt das Tempo in Sachen Sex selbst. Nur so entsteht das nötige Vertrauen.
  • Sprich deine Hautärztin oder deinen Hautarzt an! Die Behandlung der Neurodermitis hat in den letzten Jahren Fortschritte gemacht. Es lohnt sich gemeinsam zu prüfen, ob die aktuelle Behandlung auch den eigenen Zielen entspricht und noch zeitgemäß ist. Mit der Ärztin oder dem Arzt lassen sich auch Themen wie Sexualität besprechen, damit keine unnötigen Einschränkungen akzeptiert werden.

Liebe, Partnerschaft und Neurodermitis

  • Der Wunsch nach Nähe und Berührungen ist ganz natürlich, gut für die Seele und sogar gesund. Wer Schwierigkeiten hat, das aufgrund seiner Neurodermitis zuzulassen, findet Hilfe bei einer Psychotherapeutin bzw. einem Psychotherapeuten.
  • Selbstannahme ist der Schlüssel dafür, sich trotz seiner Neurodermitis auf einen anderen Menschen einzulassen. Auch hierbei kann psychotherapeutische Hilfe unterstützen.
  • Offenheit ist das A und O für das Funktionieren einer Beziehung. Auch wenn es manchmal schwerfällt, sich dem Partner voll und ganz zu öffnen – vieles wird mit einem ehrlichen Gespräch einfacher. So lassen sich Missverständnisse vorbeugen und die Beziehung hat eine echte Chance.
  • Beim Dating gilt: Ruhe bewahren. Sorge für Bedingungen, in denen du dich wohlfühlst. Setze dich nicht unter Druck und gehe offen in die Situation.
  • Sex ist Vertrauenssache. Auch hier sind offene Worte und Verständnis wichtige Faktoren für Spaß an der Sache. Lass es langsam angehen und setze dich nie unter Druck. Eine verständnisvolle Partnerin oder ein verständnisvoller Partner gibt dir den nötigen Raum.

     

In deiner Haut steckt niemand geringeres als du selbst und zwar dein ganzes Leben lang. Umso wichtiger ist es, dass du dich darin so wohl wie möglich fühlst – trotz Neurodermitis. Heute gibt es gute Möglichkeiten, dies zu erreichen. Warum sich also mit weniger zufriedengeben? Sprich mit deiner Hautärztin bzw. deinem Hautarzt!

Quellen

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