Durch den selbstbestimmten Umgang mit der Erkrankung Richtung Therapieerfolg

Empowerment bei Neurodermitis

Realistische (Behandlungs-)Ziele setzen

„Empowerment“ gilt als einer dieser modernen, englischen Begriffe, der ins Deutsche übertragen wurde. Eine einheitliche Übersetzung gibt es nicht. Das liegt u.a. daran, dass der Kontext und die Art und Weise, wie man Empowerment erleben kann, ganz individuell sein kann. Grundsätzlich versteht man im medizinischen Kontext unter „Empowerment“ die Förderung des selbstbestimmten Handelns. Meist betrifft dies die Frage nach der individuell bestmöglichen Therapie, denn eine Behandlung ist nicht bei jeder/jedem gleich wirksam.

„Jeder muss für sich selbst herausfinden, was für ihn persönlich das Beste ist. Dem einen hilft eine bestimmte Creme, der andere kommt damit gar nicht klar.“

 Romina Lass, Neurodermitis-Betroffene

Ob die jeweilige Therapie wirklich zur Patientin bzw. zum Patienten passt, kann sie bzw. er am besten selbst beurteilen und dadurch maßgeblich Einfluss auf deren Gelingen nehmen. Dazu ist es allerdings notwendig, selbst das Ruder in die Hand zu nehmen und gewissermaßen zur Expertin bzw. zum Experten der eigenen NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. zu werden. Doch was braucht es dafür? In erster Linie solltest du ein klares Ziel vor Augen haben – für die meisten Betroffenen ist dies eine erscheinungsfreie Haut.

„Neurodermitis-Betroffene sollten sich ein realistisches Therapieziel setzen und dieses Ziel gemeinsam mit der behandelnden Hautärztin oder dem behandelnden Hautarzt besprechen. Dabei ist entscheidend, dass die eigenen Wünsche und Erwartungen des Betroffenen im Vordergrund stehen. So können Ängste und unerfüllte Erwartungen vermieden werden, was wiederum Stress verringert und sich so positiv auf das Hautbild und den Krankheitsverlauf auswirkt.“ 

Dr. Uwe Schwichtenberg, Dermatologe und „Bitte berühren“-Experte

Ein Fundament an Wissen aufbauen

Je mehr du über deine NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. weißt, desto eher kannst du deine Behandlung mitbestimmen. Eigne dir Wissen an, finde mehr über deine Erkrankung und wie du deine aktuelle Situation verbessern kannst heraus! „Ich kann nur jedem raten, sich so gut es geht über seine NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. zu informieren”, so Romina. Du kannst dir hilfreiche Informationen auf unterschiedlichen Wegen beschaffen, z.B. über Patientenorganisationen wie den Deutschen NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. Bund e.V. (DNB) oder den Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) sowie über regionale Selbsthilfegruppen. Sie haben ein offenes Ohr für dich und stellen dir hilfreiche Informationsmaterialien zur Verfügung. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen spielt hierbei eine zentrale Rolle. Eine ebenso wichtige Anlaufstelle für Fragen rund um die Erkrankung ist die behandelnde Hautärztin bzw. der behandelnde Hautarzt. Solltest du das Gefühl haben, nicht mit deiner Ärztin bzw. Arzt offen sprechen zu können und dass die Chemie zwischen euch nicht stimmt, solltest du den Wechsel zu einer anderen Spezialistin bzw. zu einem anderen Spezialisten in Betracht ziehen. Die „Bitte berühren“-Ärzt*innen-Suche kann dir dabei helfen.

Therapieerfolg durch Teamwork

Umfassend informiert zu sein ist die Grundlage, damit du zur Expertin bzw. zum Experten deiner eigenen NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. werden kannst und um den Erfolg deiner Behandlung maßgeblich mitzubestimmen. Denn nur wenn du weißt, worüber deine Ärztin bzw. dein Arzt spricht, könnt ihr euch auf Augenhöhe austauschen und du kannst aktiv den Behandlungsplan beeinflussen. Hast du dich umfassend über deine NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. informiert, bist du an der Reihe mit deinem Wissen, deinen Wünschen und dem vorab festgelegten Ziel im Gespräch mit der Hautärztin bzw. dem Hautarzt aufzutrumpfen.

Tipp:

Eine gründliche Vorbereitung auf das Ärzt*innen-Patient*innen-Gespräch ist essenziell, damit du dein Ziel nicht aus dem Auge verlierst, um selbstbewusster mit der Ärztin bzw. dem Arzt in den Austausch treten zu können. Die „Bitte berühren“-Checkliste für den Besuch bei der Hautärztin bzw. dem Hautarzt kann dir dabei helfen.

    

Gemeinsam mit der Hautärztin bzw. dem Hautarzt besprichst du deine Therapie auf Augenhöhe – ihr bildet ein Behandlungsteam und findet gemeinsam einen Weg, auf das zuvor definierte Ziel hinzuarbeiten. Die Wahl der richtigen Therapie sollte sich dabei immer individuell an der jeweiligen Patientin bzw. am jeweiligen Patienten orientieren: Je besser sie zu ihr bzw. ihm und ihren bzw. seinen persönlichen Wünschen und Erwartungen passt, umso eher wird sie funktionieren. Deshalb sollten Patient*innen sich hierbei aktiv einbringen.

In 4 Schritten zum selbstbestimmten Umgang mit der Neurodermitis

  1. Definiere dein Ziel! Was willst du erreichen? Setze dir realistische Ziele, d.h., steck dir deine Ziele nicht zu hoch. Vereinbare besser kleinere Etappenziele, die schnelle spürbare Erfolge bringen.
  2. Informiere dich! Eigne dir Wissen über deine Neurodermitis und mögliche Therapieoptionen an. So kannst du deine Erkrankung besser verstehen und deiner behandelnden Hautärztin bzw. deinem behandelnden Hautarzt auf Augenhöhe begegnen.
  3. Trau dich! Hab keine falsche Scham und besprich mit deiner Hautärztin bzw. deinem Hautarzt alles, was dir auf der Seele brennt. Bist du unzufrieden oder fühlst du dich bei deiner Ärztin bzw. deinem Arzt unwohl und nicht gut aufgehoben? Ein Ärzt*innenwechsel kann in solch einem Fall durchaus sinnvoll sein.
  4. Bring dich ein! Nutze deine Stimme, rede mit und triff deine Therapieentscheidungen immer als Team mit deiner Hautärztin bzw. deinem Hautarzt. Je besser die Behandlung zu dir, deinen persönlichen Wünschen und Vorstellungen passt, umso eher gelingt die Umsetzung im Alltag. Das steigert die Chancen auf den Erfolg der Therapie.

 

In deiner Haut steckt niemand geringeres als du selbst und zwar dein ganzes Leben lang. Umso wichtiger ist es, dass du dich darin so wohl wie möglich fühlst – trotz Neurodermitis. Heute gibt es gute Möglichkeiten, dies zu erreichen. Warum sich also mit weniger zufriedengeben? Sprich mit deiner Hautärztin bzw. deinem Hautarzt!

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