Tipps zur Stressbewältigung und -vermeidung bei Neurodermitis

Neurodermitis? Stresst mich nicht.

Der Einfluss von Stress auf den Körper

Schon unsere Vorfahren hatten Stress. Drohte Gefahr, übernahm dieser wichtige Aufgaben: Er löste Fluchtverhalten aus, etwa wenn ein Angriff drohte. Dabei provozierte der Stress wichtige Reaktionen im Körper: Die Blutgefäße verengten sich, der Blutdruck stieg, die Atmung beschleunigte sich, die Muskulatur spannte sich an. Der Körper aktivierte alle seine Energiereserven, um der Gefahr zu entkommen.1 Stress war also überlebensnotwendig und sollte auch heute nicht per se verteufelt werden. Allerdings hat Stress in vielen Fällen negative Facetten – dazu gehört beispielsweise sein Einfluss auf chronisch-entzündliche Erkrankungen wie NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert..

Neurodermitis – Stress, Stress – Neurodermitis: ein Teufelskreis

Die NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. zählt zu den sogenannten „psychosomatischen Dermatosen“, weil sie durch die Psyche beeinflusst wird. Auch wenn die Erkrankung meist GenetischErblich veranlagt ist, entscheiden viele andere Faktoren z.B. ob und wann sie ausbricht – darunter auch Stress.2 Dieser kann eine NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. aber nicht nur auslösen, sondern er ist mitunter auch selbst eine Folge der Erkrankung bzw. ihrer Symptome. Der quälende Juckreiz gehört beispielsweise zu den Hauptstressoren und beeinflusst die Lebensqualität Betroffener massiv. Auch emotionaler Stress ist ein Resultat der NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.. Er kann aus der Ungewissheit, wann der nächste SchubWiederholendes Auftreten von Krankheitssymptomen bzw. die zeitweise Verschlechterung der Krankheit. Kann in unregelmäßigen Zeitabständen auftreten. kommt, aus Ängsten, den Alltag nicht meistern zu können, aus dem Gefühl, Familie und Freund*innen nicht gerecht zu werden oder aus der Scham, durch sichtbare Hautveränderungen von anderen nicht akzeptiert oder gar ausgegrenzt zu werden resultieren.3

Führt die NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. zu Stressreaktionen, die wiederum negative Auswirkungen auf die Haut haben, entsteht ein Teufelskreis. Denn wie soll man sich entspannen, wenn die Haut verrücktspielt und man als Betroffene*r das Gefühl hat, der Erkrankung ausgeliefert zu sein? Wichtige Schlüssel, um den Weg aus dem Teufelskreis zu finden, sind eine moderne wirksame NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.-Therapie, die Krankheitsbewältigung, die Akzeptanz der eigenen Erkrankung und vor allem die Stressvermeidung.3

Wege aus der Stressfalle finden

Für die Vermeidung von Stress ist zunächst wichtig, seine individuellen Stressquellen zu kennen. Diese können ganz unterschiedlich sein, wie z.B. Schlafentzug, soziale Ausgrenzung oder auch ein fordernder Job. Es gilt, genau auf sich und seinen Körper zu hören. Hilfreich kann dafür ein Stresstagebuch4 sein, in dem Betroffene Stresssituationen strukturiert nach Leitfragen dokumentieren: In welchen Situationen fühle ich mich gestresst? Wann bin ich angespannt, ängstlich oder auch aufgeregt und aufgewühlt? Was ist in diesen Situationen vorgefallen oder welche Gedanken haben mich beschäftigt? Kommt der Stress von innen oder außen? Warum bewerte ich eine Situation als stressig? Wichtig ist, zu verstehen, dass Stress eine subjektive Reaktion auf eine Situation ist – denn die Umstände an sich sind nicht stressig, sondern wir nehmen sie als stressig wahr bzw. reagieren auf sie mit Stress.

Wenn der Juckreiz den Schlaf raubt: Tipps für eine erholsame Nacht trotz Neurodermitis

Die Nachtruhe sorgt dafür, dass wir uns von den Strapazen des Tages erholen und die Kraftreserven wieder auffüllen können. Was für viele selbstverständlich ist, ist für NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.-Patient*innen häufig ein Problem. Denn der mit der Erkrankung einhergehende Juckreiz beeinflusst die Schlafqualität negativ. „Bitte berühren“ klärt auf, welche Folgen Schlafmangel auf den Alltag von Betroffenen hat und welche Tipps dafür sorgen können, dass eine ruhige Nacht trotz NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. nicht unmöglich ist. Hier liest du mehr.

 

Sind die Stressquellen identifiziert, geht es darum, diese aus dem Leben zu verbannen. Das muss nicht gleich ein großer, einschneidender Schritt sein, wie die Kündigung des Jobs. Manchmal helfen schon kleine Veränderungen, wie NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.-Betroffene und „Bitte berühren“-Kampagnenbotschafterin Laura Grube weiß:

„Stress ist bei mir der Triggerfaktor schlechthin. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, anstatt Vollzeit nur noch Teilzeit zu arbeiten. Das hat mir geholfen, meinen Alltag zu entschleunigen.

Aber nicht jede Stressquelle lässt sich ausschalten. Oft hilft nur noch die Stressbewältigung, d.h. die eigene Einstellung gegenüber stressprovozierenden Dingen zu verändern. Psychotherapie und Coaching oder auch gezielte Entspannung können dazu beitragen, diesen Abstand zu schaffen.3 Für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern bietet etwa die Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung e.V. (AGNES) spezialisierte Schulungsprogramme an. Versierte Trainer*innen schulen die Betroffenen, wie sie in verschiedenen Situationen mit ihrer Erkrankung umgehen können.5 Das kann zu mehr Souveränität in der Bewältigung der NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. führen, den Stress, der mit der Erkrankung verbunden ist, reduzieren und die Lebensqualität maßgeblich verbessern.

 

Tief ein- und ausatmen! Mit Entspannung dem Stress trotzen

Dazu beitragen können auch bestimmte Techniken zur Stressreduktion. Man unterscheidet dabei zwischen aktiven und passiven Entspannungstechniken. Aktive Methoden sind beispielsweise autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich belegt. Auch Achtsamkeit und Meditation sowie Yoga können sich positiv auf das Stresslevel der betreffenden Person auswirken.6 Oft erfordert das Erlernen einer Methode etwas Geduld: Ausdauer, Zeit und Regelmäßigkeit sind gefragt, aber mit dem Training kommt der Erfolg.

Tipp der „Bitte berühren“-Redaktion: Entspannung zu lernen bedarf zwar Übung, ist aber nicht schwer. Viele Krankenkassen bieten Entspannungskurse vor Ort oder für Zuhause an. Sprich deine Krankenkasse an oder wirf einen Blick auf die Website. Oft wirst du schon dort fündig. Zudem gibt es diverse Entspannungs-Apps, die langsam an Themen wie Achtsamkeit und Meditation heranführen. Die meisten Apps sind als Testversion verfügbar.  

 

Oft haben aber auch die kleinen Dinge die größte Wirkung. Ein Buch lesen, Musik hören, spazieren gehen – solche Aktivitäten entspannen, weil sie Zufriedenheit schaffen. Dabei kann jede*r Betroffene ihre bzw. seine ganz eigenen Methoden entwickeln. Auch Laura hat den für sich besten Weg gefunden.

Ich habe für mich über die Jahre Methoden entwickelt, um Entspannung in meinen Alltag zu bringen. So greife ich gern zu einem Buch oder lege bewusst mein Handy zur Seite. Diesem Drang zu entkommen, immer auf Nachrichten von Freunden sofort antworten zu müssen, hilft mir sehr. Auch Sport ist ein Ventil für mich. Seitdem ich gut behandelt bin und meine Neurodermitis im Griff habe, gehe ich gern schwimmen. Auch Spaziergänge mit meinem Freund helfen mir, Abstand zu gewinnen.

Kurz und knapp: Wissenswertes und Tipps zum Thema Stress bei Neurodermitis

  • Stress als Ursache wichtig nehmen: Es gibt verschiedene Faktoren, die eine Neurodermitis erstmals oder wiederkehrend auslösen können. Sie sind individuell und können sich im Laufe der Zeit verändern. Psychische Belastung, z.B. Stress, kann dazu führen, dass sich ein (neuer) Neurodermitisschub anbahnt.
  • Kenne deinen Stress: Je besser du deine Stressquellen kennst, umso eher kannst du sie vermeiden und deine Erkrankung besser kontrollieren.
  • Ablenken statt aufkratzen: Jede*r braucht einen Ausgleich zum stressigen Alltag – etwas, das man leidenschaftlich gern tut und wobei man abschalten kann. Es bedarf ein Ventil, mit dem man all seinen Frust ablassen kann. Kurzum: Jeder braucht ein Hobby. Das gilt auch und sogar ganz besonders für Patient*innen mit Neurodermitis.
  • Werde selbst aktiv: Jeder Mensch kann aktiv etwas dafür tun, um seine psychische Gesundheit zu stärken und ständiger Überbelastung entgegenzuwirken – Entspannungsübungen sind bei Stress besonders effektiv.
  • Du bist der Mittelpunkt: Es ist vollkommen in Ordnung, sich täglich Freiräume zu nehmen. Ein Schaumbad und die Lieblingsserie können manchmal Wunder bewirken.
  • Recken, Strecken und eine bewusste Atmung: Wenn du eine Verspannung merkst, kann es helfen, dich kräftig zu strecken. Das geht im Stehen, Sitzen, Liegen – Ausreden gelten also nicht. Auch tiefe, bewusste Atemzüge können zur kurzfristigen Entspannung beitragen.
  • Ruhe an, Welt aus: Schalte bewusst von allem ab. Lege z.B. dein Handy in ein anderes Zimmer oder aktiviere den Flugmodus, um nicht von Nachrichten, Anrufen, E-Mails etc. gestresst zu werden.

 

In deiner Haut steckt niemand geringeres als du selbst und zwar dein ganzes Leben lang. Umso wichtiger ist es, dass du dich darin so wohl wie möglich fühlst – trotz Neurodermitis. Heute gibt es gute Möglichkeiten, dies zu erreichen. Warum sich also mit weniger zufriedengeben? Sprich mit deiner Hautärztin bzw. deinem Hautarzt!

Quellen

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