Warum gute Vorbereitung die halbe Miete ist

Beruf und Neurodermitis

Traumjob mit Neurodermitis: Wunschdenken oder realistisches Ziel?

Wer an NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. leidet, ist dadurch nicht per se für bestimmte Berufe absolut ungeeignet. Dennoch gibt es Tätigkeiten, die sich besser oder schlechter mit den typischen Symptomen  und Triggerfaktoren vereinbaren lassen. Damit der Traumjob nicht zum Albtraum für die Haut wird, sollten sich Betroffene daher vorab hinreichend informieren und sich bewusst machen, welche Vorkehrungen sie unter Umständen treffen müssen. Neben persönlichen Stärken und Interessen ist bei der Berufswahl immer auch die Frage nach der praktischen Vereinbarkeit mit der Erkrankung einzubeziehen, um mögliche Auslöser von Krankheitsschüben zu umgehen oder zumindest abzumildern. Wer im Job zum Beispiel häufig Kontakt mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten hat, sollte beispielsweise verstärkt auf entsprechende Schutzhandschuhe und eine gute Basispflege achten. Bei einem feucht-warmen Klima am Arbeitsplatz kann das Schwitzen zum Problem werden. Achte auf gute Funktionskleidung, die Schweiß schnell aufsaugt. Eingearbeitete Silberfäden können für einen angenehm kühlenden Effekt sorgen und zugleich antimikrobiell wirken.1

Gut zu wissen:

Sind entsprechende Vorkehrungen realistisch umsetzbar, so stehen dir beruflich auch mit NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. potenziell alle Türen offen. Selbst direkter Kundenkontakt ist kein Hindernis, vorausgesetzt du gehst selbstbewusst mit deiner Erkrankung um.

   

Romina etwa leidet seit frühester Kindheit an NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert.. Ihre Haut war für die Tanzlehrerin nie ein Hindernis:

„Ich habe schon immer leidenschaftlich gern Sport gemacht. Deshalb war klar, dass auch mein Beruf etwas mit Sport zu tun haben sollte. Meine Neurodermitis habe ich nicht gefragt. Die musste da einfach mitmachen.“

Wenn du lieber auf Nummer sicher gehen möchtest, um herauszufinden, ob deine Haut wirklich mitspielt, empfiehlt sich ein Praktikum im Wunschberuf. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass du beim zukünftigen Arbeitgeber schon einmal einen Fuß in der Tür hast. 

Unterstützung bei der Berufswahl

Auch deine Hautärztin bzw. dein Hautarzt kann dir mit Rat und Tat zu Seite stehen. Sie/er kennt dich und deine individuelle Krankheitsgeschichte und kann daher mögliche Hindernisse besser einschätzen oder Lösungen besprechen, die den Traumjob trotz Triggerfaktoren möglich machen.

   

 

Ausbildung mit Neurodermitis: Keine Angst vor Fehlzeiten

Je nachdem für welchen Beruf du dich entscheidest, stellt sich die Frage nach dem Weg dorthin. Während bei vielen Berufen klassischerweise eine Ausbildung absolviert wird, ist bei einigen anderen ein Studium erforderlich. Beides ist grundsätzlich auch mit NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. machbar. Wer sich gut vorbereitet, meistert auch die Hürden, die sich einem in den Weg stellen können. Dazu gehört insbesondere der Umgang mit Fehlzeiten bedingt durch akute Krankheitsschübe. Denn Fakt ist: Jede vierte Patientin bzw. jeder vierte Patient mit schwerer NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. fehlt aufgrund ihrer bzw. seiner Hauterkrankung mehr als eine Woche im Jahr bei der Arbeit – so die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage.2 Wie für die allermeisten Herausforderungen gibt es aber auch hierfür fast immer eine Lösung: Verschlechtert sich deine Haut während der Ausbildung, so empfiehlt sich zunächst ein Gespräch mit der Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt. Häufig lassen sich die Arbeitsbedingungen entsprechend optimieren.

Gut zu wissen:

Auch wenn du 10 Prozent deiner gesamten Ausbildungszeit (etwa 12-15 Wochen) fehlst, kannst du zur Abschlussprüfung zugelassen werden. Bei höheren Fehlzeiten kann bei der zuständigen Stelle, beispielsweise der Industrie- und Handelskammer, ein Antrag auf Verlängerung der Ausbildung gestellt werden.

    

Studium mit Neurodermitis: Die Rahmenbedingungen müssen stimmen

Wer sich für ein Studium entscheidet, sollte sich genügend Zeit für die Wahl der Fächer und der Hochschule nehmen. Hilfestellung kann das Internetportal kombabb des Kompetenzzentrum Behinderung, akademische Bildung, Beruf e.V. bieten. Studieninteressierte und Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung wie NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. erhalten hier Beratung und Unterstützung in allen Fragen rund um das Thema Studium. Ist die Wahl für den Studiengang gefallen, eignen sich sogenannte Hochschulinformationstage, um den zukünftigen Studienort genauer unter die Lupe zu nehmen. Nicht zu vernachlässigen sind übrigens auch einige ganz praktische Aspekte:  Musst du für dein Studium in eine neue Stadt ziehen? Wie sind die Gegebenheiten vor Ort? Findest du auch dort eine medizinische Ansprechpartnerin bzw. einen medizinischen Ansprechpartner? Kannst du dein Wohnumfeld entsprechend deiner Bedürfnisse gestalten, beispielsweise was Freizeitaktivitäten angeht? Je besser die Rahmenbedingungen sind, umso eher hast du den Kopf frei für das Wesentliche. In Sachen Chancengleichheit macht es Sinn, sich bereits frühzeitig mit den hochschuleigenen Beraterinnen und Beratern für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung auszutauschen. Betroffene sollten zudem die Möglichkeit eines Nachteilsausgleiches in Anspruch nehmen.4 Wichtig ist hierbei, dass Anträge rechtzeitig gestellt werden und die Beeinträchtigung durch eine ärztliche Stellungnahme nachgewiesen wird. Ein Schwerbehindertenausweis ist nicht zwingend erforderlich. 

Keine falsche Scham!

Ein Nachteilsausgleich ist keine „Extrawurst“, sondern ein Instrument, um dieselben Voraussetzungen zu schaffen, die auch gesunde Menschen haben, indem krankheitsbedingte Erschwernisse ausgeglichen werden. So können Zulassungschancen bei zulassungsbeschränkten Studiengängen erhöht, Abgabefristen und Prüfungszeiten verlängert oder schriftliche Prüfungen durch mündliche ersetzt werden.

    

Triggerfaktor Stress: Taktik ist alles

Im Zusammenhang mit NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. und akuten Krankheitsschüben gilt Stress als einer der Hauptrisikofaktoren. Das Tückische daran: Stress ist oftmals Auslöser, Verstärker oder Folge zugleich. Sowohl in Ausbildung und Studium als auch im Beruf kann es häufig stressig werden, beispielsweise wenn Prüfungen anstehen, Abgabetermine näher rücken oder einfach gerade viel zu tun ist. Patient*innen reagieren hierauf beispielsweise mit einem gesteigerten Juckreiz, der ihnen nachts den Schlaf raubt. In der Folge sind sie müde und können sich schlecht konzentrieren. Keine konstante Leistung bringen zu können, löst Wut und Ärger aus. Diese emotionalen Belastungen rufen wiederum Stress hervor – es entsteht ein Teufelskreis. Umso wichtiger ist es daher, dass du lernst, wie du Stress bewältigen kannst. Denn manche Stressfaktoren lassen sich nicht einfach so ausschalten.Je besser es dir gelingt, dein individuelles Stresslevel gering zu halten, umso mehr wird deine Haut davon profitieren.

Je besser es dir gelingt, dein individuelles Stresslevel gering zu halten, umso mehr wird deine Haut davon profitieren.

  • Weniger ist mehr: Vermeide oder reduziere Stressfaktoren, die du beeinflussen kannst, beispielsweise indem du auch einmal „Nein“ sagst oder Projekte besonders sorgfältig und mit genügend zeitlichem Vorlauf planst. Das schont deine Ressourcen und verschafft dir mehr Freiräume.
  • Gönn dir Auszeiten: Wie wäre es mit einem ausgiebigen Spaziergang durch die Natur? Oder vielleicht doch lieber eine Runde Yoga? Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Träum süß: Es geht doch nichts über eine erholsame Nacht – insbesondere für Neurodermitis-Betroffene, die aufgrund des teilweise unerträglichen Juckreizes kaum eine Nacht durchschlafen können. Körperliche Bewegung in der ersten Tageshälfte verbessert nachweislich die Schlafqualität.5 Auf anregende Stoffe wie Koffein oder Nikotin solltest du insbesondere vor dem Schlafengehen besser verzichten.

     

 

Stigmatisierung am Arbeitsplatz: Reden ist Gold

Als wären die körperlichen Symptome der NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. für sich genommen nicht schon genug, ergeben sich daraus meist auch einige psychische Herausforderungen – nämlich dann, wenn Patient*innen mit abschätzigen Blicken und Tuscheln hinter vorgehaltener Hand konfrontiert werden. Dies betrifft den privaten ebenso wie den beruflichen Alltag. Viele Betroffene schämen sich für den teils ausgeprägten Juckreiz und ihre geröteten, schuppenden oder nässenden Haustellen – vor allem wenn diese sich nicht durch Kleidung verdecken lassen. Ein „Versteckspiel“ kann jedoch ganz schön kräftezehrend und belastend sein. Deshalb ist man langfristig mit einem offenen Umgang mit der Erkrankung häufig besser beraten. Zudem lassen sich auf diese Weise Vorurteile abbauen, was auch anderen Patient*innen den Weg zu mehr Akzeptanz ebnet. Voraussetzung dafür ist, dass du möglichst positiv mit deiner NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. umgehst und sie als Teil von dir akzeptierst. Wie offen du mit deiner Erkrankung umgehst und welche Informationen du preisgibst, ist dabei jedoch einzig und allein deine Sache und letztlich Typfrage.

Gut zu wissen:

Eine rechtliche Verpflichtung, die NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. bei Arbeitgeber*innen offen anzusprechen, gibt es laut dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nicht. Wer von Anfang an mit offenen Karten spielt, fördert jedoch ein vertrauensvolles Verhältnis zu Arbeitgeber*innen und Kolleg*innen. Daher macht es durchaus Sinn, die NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. bereits im Vorstellungsgespräch zu erwähnen.

     

Umschulung wegen Neurodermitis: Wenn die Haut Alarm schlägt

Manchmal kommt es vor, dass sich die NeurodermitisChronisch oder chronisch-wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft und sich durch Rötungen und Juckreiz äußert. berufsbedingt derart verschlechtert, dass Betroffene ihrer bisherigen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können – eine extrem belastende Situation, die Existenzängste schürt. Sind verschiedenste Therapieoptionen sowie Möglichkeiten zur Verbesserung des Hautschutzes am Arbeitsplatz bereits ausgereizt und können keine nennenswerten Ergebnisse erzielen, bleibt manchmal nur noch die berufliche Rehabilitation (Umschulung). Es sei denn die/der Betroffene kann beispielsweise durch eine Versetzung innerhalb des Betriebes, technische Arbeitshilfen oder eine Weiterqualifizierung im bestehenden Beruf gehalten werden. Ein erster wichtiger Schritt in Richtung Umschulung besteht darin, Kontakt zum zuständigen Träger aufzunehmen, der auch für die finanzielle Absicherung der Umschüler*innen zuständig ist.

Ihren Rehabilitationsantrag stellen Betroffene bei der:

     

Die Umschulung selbst lässt sich auf unterschiedliche Arten durchführen: als betriebliche Umschulung – vergleichbar mit einer Ausbildung, an einer Fachschule oder in Berufsförderungswerken. Besonders Letztere eignen sich für die berufliche Weiterbildung von Erwachsenen mit gesundheitlichen Einschränkungen, da es hier auch soziale, psychologische und medizinische Fachdienste gibt, die individuell auf die Umschüler*innen und deren Bedürfnisse eingehen können. Nach erfolgreicher Umschulung können Betroffene dann wieder voll durchstarten – in einem Beruf, der ihnen Spaß macht und bei dem auch die Haut mitspielt.

Erfolgreich Durchstarten mit Neurodermitis: Tipps für deinen Berufsalltag

  • Sei mutig, aber realistisch: Auch mit Neurodermitis stehen dir beruflich alle Türen offen. Du solltest dir allerdings im Klaren darüber sein, welchen Herausforderungen du begegnen wirst, und überzeugt sein, sie zu meistern.
  • Informiere dich: Verschiedene Beratungsstellen und Messen geben dir einen guten Überblick über unterschiedliche Berufsbilder und deren Anforderungen. Sprich mit deiner Hautärztin bzw. deinem Hautarzt, um potenzielle Berufsrisiken besser einschätzen zu können. Sie bzw. er kennt dich und deine Krankheitsgeschichte.
  • Durchblick im Paragraphendschungel: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, etwaige Benachteiligungen durch die Neurodermitis auszugleichen, um eine Chancengleichheit zu erreichen – beispielsweise über einen Nachteilsausgleich oder Sonderregelungen bei Fehlzeiten.
  • Mach dir keinen Stress: Wer sich genügend Pausen gönnt, für ausreichend Schlaf und Bewegung sorgt und verantwortungsvoll mit seinen eigenen Ressourcen umgeht, schafft es eher, Stress abzubauen, bevor er überhandnimmt.
  • Raus mit der Sprache: Seine Neurodermitis vor Kolleg*innen und Vorgesetzten zu verstecken, kann anstrengend und je nach Ausprägung sogar unmöglich sein. Oftmals ist es besser, offen über die Erkrankung zu sprechen. Es befreit, baut zudem Vorurteile ab und fördert ein vertrauensvolles Miteinander.
  • Der Haut zuliebe: Manchmal gibt deine Neurodermitis eben doch den Ton an. Betrachte es als Chance, mit einer Umschulung noch einmal neu anzufangen in einem Beruf, der dir Spaß macht und in dem sich auch deine Haut wohlfühlt.

    

In deiner Haut steckt niemand geringeres als du selbst und zwar dein ganzes Leben lang. Umso wichtiger ist es, dass du dich darin so wohl wie möglich fühlst – trotz Neurodermitis. Heute gibt es gute Möglichkeiten, dies zu erreichen. Warum sich also mit weniger zufriedengeben? Sprich mit deiner Hautärztin bzw. deinem Hautarzt!

Quellen

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